Sommertrip 2015 – Familiencamp: Abenteuer Schwarzwald

Abenteuer Schwarzwald

Unsere Aktivitäten beim Familiencamp am Titisee

Wie schon im letzten Artikel versprochen, bekommt Ihr heute einen Überblick über unser Abenteuer Schwarzwald.

Los geht’s!

Abenteuer Schwarzwald

Haus der Natur am Feldberg

Feldbergrallye

Am Montag ging es los mit einer Wanderung rund um den Feldberg.

Es wurden ca. 8 KM und 400 Höhenmeter angekündigt und mir war klar, dass dies für meine kleine Tochter, nicht mal 4 Jahre alt, natürlich nicht zu schaffen war.

Einen Wagen mitzunehmen wäre auch keine Alternative gewesen, da die Wege kreuz und quer, eng und steinig, durch die Wälder führten.

Also dachte ich mir, wir schauen einfach, wie weit wir kommen und dann wird es schon eine Möglichkeit zum Abkürzen geben.

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Blick auf die Feldbergbahn

Vom Haus der Natur am Feldberg ging es schon ganz ordentlich bergauf bis zur Bergstation der Feldbergbahn. Unterwegs konnten die Kids verschiedene Punkte in ihrem Tour-Buch abhaken und erfuhren viel Wissenswertes über Flora und Fauna.

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Wo gehts lang?

Auch konnten am Wegesrand frische Blaubeeren gepflückt werden. Meine Kleine war erst skeptisch, konnte dann aber nicht genug bekommen und freute sich diebisch, wenn Campleiterin Sina ihr wieder Blaubeeren anbot.

Das erste Zwischenziel und die erste Pause fanden sich am Feldbergturm und die Kinder zeigten noch keinerlei Ermüdungserscheinungen. Eigentlich hatte ich erwartet, mit einem erschöpften Mädchen in die Feldbergbahn zu steigen und im Tal bei einem Eis auf den Rest der Gruppe zu warten.

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Das Dr. Camp Team auf dem Feldberg

Also ging es erstmal weiter über eine Hochebene und dann auf schmalen Pfaden abwärts. Dr. Camp Jr., der schon auf einige Wandererfahrung mit dem Opa zurückblicken konnte, hatte Spaß mit den anderen Kindern und mein Töchterchen stapfte ebenfalls munter weiter, mal an Papas Hand und mal an Sinas Hand, die mittlerweile „große Schwester Status“ erreicht hatte.

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Wie eine große Schwester…

So ging es bis zum Reimartihof, wo wir eine ausgiebige Mittagspause einlegten. Ich war so begeistert über das Durchhaltevermögen meiner Sprösslinge, dass sie sich natürlich aussuchen durften, worauf sie Lust hatten.

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Wanderpause am Raimartihof

Frisch gestärkt und immer noch gut gelaunt wanderten wir weiter, denn das nächste Highlight war nicht weit: der Feldsee.

Der klare Bergsee hatte nur einen Haken: er steht unter Naturschutz und Baden ist streng verboten. Wirklich schade, denn bei dem Wetter und nach den bisherigen Anstrengungen wäre ein Sprung ins kühle Nass perfekt gewesen.

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Der wunderschöne Feldsee

Dort am Feldsee fand denn auch die Schatzsuche der Kinder im Rahmen der Rallye ihren Höhepunkt. Mit den letzten Hinweisen gelang es Dr. Camp Jr., die Schatzkiste zu finden und für alle Kinder gab es einen Mini-Kompass.

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Dr. Camp Jr. findet den Schatz!

Der letzte Teil der Wanderung war noch einmal recht anspruchsvoll: auf felsigen und steilen Wegen ging es bergauf zurück zum Haus der Natur.

Am Ziel angekommen, konnte ich einfach nicht glauben, was beide Kinder, aber besonders unsere 3-jährige, geleistet hatten.

Das perfekte Wetter, die Unterstützung der Gruppe, die tolle Natur und die „große Schwester“ Sina hatten dazu beigetragen, dass die Kleine über sich hinausgewachsen war.

Ich kann Euch sagen: ich war ein mega-stolzer Papa!

Seilparcours

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Die Campleitung macht’s vor!

Der Dienstag brachte die nächste Aktivität; diesmal waren eher Geschicklichkeit und Kraft gefordert und weniger die Ausdauer.

Es ging ins wenige Kilometer entfernte Neustadt zum „Felsele“ Erlebniswald. In diesem Waldgebiet gibt es Kletterfelsen, Wanderwege und einen Spielplatz.

 

Der Fels, den die Campleitung für den heutigen Tag ausgesucht hatte, lag zum Glück fast komplett im Schatten, denn es war wieder richtig heiß geworden.

 

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Klein, aber entschlossen!

Zunächst erklärte Sina natürlich die Ausrüstung, die Klettertechnik und die Absicherung. Dies ist der wichtigste Baustein für ein sicheres Klettererlebnis und das Team achtete sehr darauf, dass Erst- und Zweitsicherung korrekt durchgeführt wurden.

Die erste Runde stellte eine ordentliche Herausforderung für meinen Sohn dar, denn es war auch seine Premiere an einem echten Fels.

Beim zweiten Mal klappte es dann schon richtig gut und das Vertrauen in die Ausrüstung und das eigene Geschick nahm zu.

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Dr. Camp Jr. lernt Klettern

Meine Tochter wollte zunächst nichts von irgendwelchen Gurten und Helmen wissen, doch es war wieder Sina, die sie überzeugte, die Ausrüstung und auch das Gefühl am Seil einmal auszuprobieren.

Danach war sie natürlich richtig stolz.

Nach diesem interessanten Ausflug konnten wir den Rest des Nachmittags noch auf dem Campingplatz am See genießen.

 

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Campleiterin Sina schult den Nachwuchs

Bogen- und Armbrustschießen

Am nächsten Tag stand ein kürzeres Programm auf dem Plan; zu Fuß erreichten wir in wenigen Minuten eine Wiese, auf der es eine Einweisung ins Bogenschießen geben sollte.

Die Kinder sahen sich natürlich schon in den Fußstapfen von Robin Hood und hörten gespannt zu, als Sina genau erklärte, wie der Bogen zu halten, der Pfeil einzulegen und der Schuss auszuführen ist.

Als es dann endlich soweit war, zeigte sich, dass es gar nicht so leicht ist, die Technik zu beherrschen und die Scheibe zu treffen.

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Das Equipment fürs Bogenschießen

Mit jeder Runde wurden die Ergebnisse aber besser und der Spaßfaktor größer.

Toll war, dass es noch eine Alternative gab, die besonders bei meiner Tochter für Begeisterung sorgte: das Armbrustschießen.

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Dr. Camp Jr. an der Armbrust

Sie stellte sich sehr geschickt an und im Wechsel mit dem großen Bruder wurden die Pfeile in Richtung Scheibe gejagt.

Klettersteig

Beim Aufstehen am Donnerstag war Dr. Camp Jr. vermutlich noch nicht klar, dass er heute eines der größten Abenteuer seines Lebens bestehen würde.

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Vorbereitung auf den Klettersteig

Angekündigt war „Klettersteig“ und vermutlich hatte jeder der Teilnehmer dazu ein anderes Bild im Kopf.

Als sich bei der Ankunft aber herausstellte, dass es sich um eine Klettertour rund um einen 100m hohen Felsen handeln würde, gab es dann doch die ersten kritischen Blicke…

Doch zuvor wurden die Bergsteiger in spe von einem erfahrenen Guide eingewiesen und die entsprechende Ausrüstung angelegt.

Da mein Sohn noch nie etwas in dieser Richtung bewerkstelligt hatte außer einem Klettergarten für Kinder, war ich mir sehr sicher, ihn sehr schnell nach Einstieg in den Berg wiederzusehen.

Die Gruppe war bald außer Sichtweite und meiner Tochter und mir blieb nichts anderes übrig, als die Rückseite des Felsens auf einem Wanderpfad zu erklimmen und auf dem „Gipfel“ auszuharren.

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Warten auf den mutigen Bruder

Mir reichte der Blick von dort oben völlig aus, um froh zu gewesen zu sein, die Kleine als Ausrede zu haben, warum ich nicht mitklettern konnte…

Wir machten erstmal ein kleines Vater-Tochter-Picknick, die Zeit verging und wir fragten uns, ob wir die Gruppe vielleicht verpasst hatten?

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Mutiger Sohn auf dem Klettersteig

Doch dann, plötzlich, hörten wir Geräusche und der erste Teilnehmer tauchte hinter der Biegung des Felsens auf.

Ich erkundigte mich sofort nach meinem Sohn und die Antwort war: „Ja, ja, der ist noch dabei!“ Wow!

Gesichert, aber doch frei am Fels kam Dr. Camp Jr. dann tatsächlich in Sicht und mein Herz war prall gefüllt mit Stolz und Bewunderung.

Die Höhenangst hat er offensichtlich nicht von seinem Vater geerbt.

Doch nun wartete die nächste Mutprobe auf die Kletterer: es galt, eine 10m breite und 20m tiefe Schlucht auf einem Drahtseil zu überqueren.

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Vorbereitung zur Mutprobe

Als mein Sohn an der Reihe war, hatte ICH tatsächlich nasse Hände und konnte kaum die Kamera ruhig halten, um alles aufzunehmen.

In aller Ruhe überquerte er die Schlucht und da anschließend eine kurze Pause vor dem Abstieg geplant war, konnte ich ihn in die Arme schließen und ihm gratulieren zu dieser tollen Leistung.

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Mein kleiner großer Held!

Während die Gruppe sich also durch die Schlucht und am Fels entlang auf den Weg zum Ausstieg des Klettersteiges machte, wanderte ich mit meiner Kurzen zum Treffpunkt und wir vertrieben uns die Zeit, bis die mutigen „Alpinisten“ zu uns stießen.

Was ein aufregendes Abenteuer, das das Team von FP Sportreisen hier vorbereitet hatte!

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Das Team von FP Sportreisen lässt sich hängen…

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Todtnauer Wasserfall

Eine tolle Gelegenheit für meinen Sohn, Selbstvertrauen zu tanken und neue Fähigkeiten zu entdecken.

Anschließend nutzten wir die Gelegenheit, noch einen Abstecher zu den Todtnauer Wasserfällen zu machen.

Dort waren zwar eine Menge anderer Touristen, aber trotzdem war es ein schöner Spaziergang in der Natur und für die Kinder eine weitere spannende Sehenswürdigkeit.

Kein Wunder, dass wir ziemlich platt zurück zum Camp kamen und uns auf den anstehenden Grillabend freuten.

 

Kanutour auf dem Schluchsee

Auf den Freitag hatte ich mich besonders gefreut, denn als Paddler und Mitglied im Kanuverein klangt die geplante Kanutour über den Schluchsee nach einem würdigen Abschluss der Woche im Familiencamp.

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Die Dr. Camp Crew bereit zum Paddeln

Etwas oberhalb des Sees lagen die Boote für uns bereit und nach einigen Vorbereitungen konnten wir sie mit Bootswagen zur Einsatzstelle befördern.

Die Mannschaft unseres Kanadiers bestand aus meinen Kids, Campleiterin Sina und meiner Wenigkeit.

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Der Schluchsee – Klein Kanada

Die Tour führte uns einmal schräg über den See in eine Bucht, wo wir nach ca. 1 Stunde am Strand anlegten. Die Landschaft um uns herum erinnerte mich irgendwie an eine Miniaturausgabe von Kanada und gefiel uns richtig gut.

Die Sonne brannte vom Himmel und so fand sich schnell eine Mehrheit für ein kurzes Bad im See.

Anschließend ging es einige Hundert Meter hoch zum Unterkrummenhof, einem schönen und typischen Restaurant mit modernem Anbau.

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Paddelpause auf dem Unterkrummenhof

Dort war für die Kinder eine GPS-Schnitzeljagd organisiert, während sich die Eltern schon mal bei einem leckeren Getränk entpannen konnten. Später versorgten wir uns noch mit leckeren Spezialitäten.

Nach der ausgiebigen Mittagspause, die die Kinder auch noch zu einem Besuch des Spielplatzes genutzt hatten, war es Zeit, wieder in die Boote zu steigen und die Rückfahrt anzutreten.

Alles verlief problemlos und als Boote und Ausrüstung verstaut waren, liefen wir noch einmal zum Ufer des Sees und gingen baden.

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Die „Schluchsee“ auf dem Schluchsee

Was ein herrlicher Tag im Schwarzwald, in der Natur und auf dem Wasser!

Dr. Camp meint:

Die Teilnahme am Familiencamp von FP Sportreisen war eine grandiose Erfahrung.

Die Gemeinschaft in der Gruppe, das gegenseitige Mitanfassen und besonders die Aktivitäten machen diese Woche im Schwarzwald zu einem unvergesslichen Erlebniss.

Es war einfach toll, diese intensive Zeit mit meinen Kindern zu erleben. Sie haben mich und sich selbst überrascht, sind über sich hinausgewachsen und haben Abenteuer bestanden, die im Alltag nicht denkbar sind.

Wir sind als Team noch stärker zusammengewachsen, obwohl Mama und Ehefrau kräftig vermisst wurde.

Wenn Ihr mal eine Alternative zum „klassischen“ Familienurlaub sucht, solltet Ihr Euch mit dem Thema Familiencamp auf jeden Fall einmal näher beschäftigen!

Wer von Euch hat so etwas schon mal gemacht? Habt Ihr eigene Erfahrungen oder Fragen? Dann immer rein damit in die Kommentare!

 

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1 Antwort

  1. 7. Mai 2018

    […] dass es auch diesmal richtig toll werden würde und Anja miterleben könnte, was den besonderen Spirit eines FamilienCamps ausmacht – ich war allerdings doch etwas skeptisch, ob das Camp 2016 die Erwartungshaltung erfüllen […]

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